Donnerstag, 21. April 2016

"Smack that" Chocolate Cake

Ich hab ja eigentlich echt was dagegen Gerichte zu "klauen".
Aber ist das eigentlich wirklich klauen? Es gibt zu diesem Dessert nämlich im gesamten Internet nicht ein Rezept, erst recht kein veganes. ;)
Die Idee dazu kommt allerdings aus diesem Video. Und es hat mich einfach nicht mehr losgelassen.
Ich hab das Video bestimmt 50 Mal gesehen, ein wahrer Food Porn.
Es ist eine Mischung aus Brownie, Kuchen, Schokolade, Eis, Schokolade, Schokolade, Schokolade...
Also falls ihr mal richtig eindruck auf eure Gäste oder Lieblingsmenschen machen wollt, das ist DAS Dessert!

Dauer: 1,5 Stunden + Backen & Einfrieren
Schwierigkeit: Schwer
Ergibt 4-6 Portionen



Zutaten:
 -500g veganes Vanilleeis
-1/2 Schokokuchen
-500g dunkle Schokolade
-3,5EL Kokosöl
-300g weiße Schokolade
-350ml Vanillesojamilch
-400ml vegane Sahne
-optional 1 Vanilleschote
-150g Rohrzucker
-1/2TL Salz

Zubereitung:

Als aller erstes backt ihr natürlich den Schokokuchen und die Brownies, am besten schon einen Tag vorher, damit sie auch richtig ausgekühlt sind. Die größte Gefahr ist dabei wahrscheinlich, nicht schon vorher vom fluffig leckeren Kuchen oder den saftig, "fudgigen" Brownies zu naschen. ;)
Wenn also alles vorbereitet ist, stellt ihr das Eis aus der Truhe, damit es auftauen kann.
Wenn es sich formen lässt, verstreicht ihr es in einer mit Backpapier ausgelegten Form, so dass es ungefähr 2cm hoch ist. Dann gehts wieder ab ins Gefrierfach, damit es schön fest wird.

In einem Topf kocht ihr die Sahne und 250ml von derVanillemilch auf.

Als nächstes entkernt ihr die Vanilleschote.

Jetzt kommt 1EL Agave und die ausgekratzte Vanilleschote mit in den Topf. 

Alles einmal richtig heiß aufkochen...

...und zur weißen Schokolade geben.

Wenn alles gut verrührt ist, kommt auch diese Mischung in eine mit Backpapier ausgelegte Form.
Auch diese sollte circa 2cm hoch gefüllt sein.

Dann kommt es zum Eis ins Gefrierfach, für mindestens 3 Stunden.

In der Zwischenzeit werden in einem kleinen Topf die restlichen 100ml von der Sojamilch mit dem Rohrzucker und dem Salz erhitzt.

Das ganze richtig schön einköcheln lassen, unter ständigem rühren damit nichts anbrennt.

Die Brownies und der Kuchen werden nun in 6x6cm große Stücke geschnitten.

Nach den 3 Stunden nehmt ihr das Eis und die weiße Schokocreme aus dem Gefrierfach (natürlich erst, wenn ihr mit dem anderen fertig seid) und schneidet sie auch in 6x6 große Stücke (die weiße Schokolade lieber nur in 5,5cm, da kommt schließlich noch die Schoki drum).
Danach werden sie noch einmal richtig durchgefroren für circa eine Stunde.

Kurz vorher könnt ihr in einem Topf die Schokolade schonend mit dem Kokosöl einschmelzen.
Das heißt, die Schokolade sollte möglichst flüssig sein, aber auch möglichst kalt.

Die weißen Schokoladenstücke werden nun ganz schnell in die Schokolade getaucht und auf einem Stück Backpapier abgelegt. So härtet die Schokolade aus und das innere fängt wieder an zu schmelzen. Die Schokoschicht drum herum sollte wirklich so dünn wie möglich sein. Diese werden nun bei Raumtemperatur noch circa eine Stunde gelagert, damit der Kern wieder flüssig wird.

Wenn alles fertig ist, wird gestapelt.
Auf den Tellern kommt nun ganz nach unten der Brownie.

Darauf kommt das Vanilleeis und der Schokokuchen.
Auf den Schokokuchen kommt nun noch etwas von dem Salz-Karamel um den weißen Schokowürfel zu fixieren.

Dann kommt nur noch dieser darauf.
Noch schnell mit etwas von der noch heißen Schokoladensauce getoppt und ganz fix serviert.

Und dann BAM! 
Einmal drauf mit dem Löffel und den Anblick genießen. :)
Guten Appetit
PS.: Meins zerfliesst hier im Video nicht ganz so schön, weil ich die Zeit bei der weißen Schokosauce (nachdem sie in die Schoki getaucht wurde) nicht eingehalten habe. Ich hatte einfach das dringende Bedürfniss es endlich kaputt zu schlagen. ;)

Sonntag, 10. April 2016

Gefüllte Ratatouille Kartoffeln

Der Frühling ist da! Zumindest sah es gestern noch so aus.
Egal,trotz schlechtem Wetter, bei den bunten Farben in diesem Gericht bekommt mensch trotzdem gute Laune. ;)
Diese Kartoffeln sind dafür einfach super lecker, egal ob als Beilage zu gegrilltem oder an und für sich mit Kräuter"Quark". :)
Sie lassen sich übrigens auch in Folie einschlagen und direkt auf dem Grill, in der Glut, zubereiten wie andere Grillkartoffeln.

Dauer: 45 Minuten
Schwierigkeit: Leicht
Ergibt: 4-5 Portionen (8-10 Kartoffeln)


Zutaten:
-8-10 große Kartoffeln
-1 Aubergine
-1 Zucchini
-1 gelbe Paprika
-3-4 Tomaten
-1 rote Zwiebel
-2-3 Zehen Knoblauch
-Chili (nach eurem ermessen)
-Rosmarin
-1/2TL Oregano
-1EL Tomatenmark
-150ml Gemüsebrühe
-Olivenöl
-optional veganer"Quark" am besten ugnesüßt, abgeschmeckt mit etwas Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Kräutern 

Zubereitung:

Als aller erstes kocht ihr natürlich die Kartoffeln in etwas Salzwassser. :) 
Ihr könnt sie natürlich auch schälen, aber ich finde gründliches waschen reicht vollkommen.

Während die Kartoffeln kochen, wird schonmal die Ratatouille Füllung vorbereitet. Dafür werden die Zwiebeln, Zucchini, Aubergine und Paprika gewürfelt. Den Knoblauch fein hacken und die Chili in dünne Scheiben schneiden.

Als aller erstes werden die Zwiebeln in Olivenöl glasig angebraten.

Wenn sie glasig gebraten sind kommen die Zucchini und die Aubergine dazu und werden für wenige Minuten scharf mit angebraten.

Dann folgen die Paprika, Chili und Knoblauch. Schaut mal die wunderschönen Farben. :)

Während das Gemüse nun noch etwas brät, würfelt ihr die Tomaten und hackt etwas Rosmarin ganz fein. Beides kommt dann direkt mit in die Pfanne.

Die Kartoffeln dürften mitlerweile auch gar sein. Diese dann einfach abgiessen und kurz entwas abkühlen lassen (nicht abschrecken, sonst löst sich die Schale).

Zum Gemüse kommt nun das Tomatenmark und die Gemüsebrühe.

Das ganze wird nun zusammen mit einer Prise Pfeffer und Oregano aufgekocht und noch mit etwas Salz abgeschmeckt.

Den Herd am besten jetzt schon auf 190°C vorheizen.
Die Kartoffeln werden nun mit einem Löffel ausgehölt. Wenn ihr euch geschickt anstellt könnt ihr daraus auch noch einen tollen Kartoffelsalat zum grillen machen ;)
Anschließend werden sie mit dem Ratatouille gefüllt und in eine ofenfeste Form gegeben.

Den Hefeschmelz einfach nach Rezept zubereiten...

und die gefüllten Kartoffeln damit toppen. 

Die Kartoffeln werden nun für circa 15 Minuten gebacken. Solange bis der Hefeschmelz goldbraun wird. :)

Jetzt nur noch mit etwas Salat und Kräuter"quark" (oder eurem Grillteller) anrichten und genießen. Guten Appetit. :)

Mittwoch, 6. April 2016

Jackfruit-Frikassee

Für Viola 
Da ihr meiner Aufforderung ja nachgekommen seid und euch endlich mal wieder Rezepte gewünscht habt, gibt es heute "Hühnerfrikassee". :)
Ein Frikassee ist eigentlich nur ein Ragout mit einer weißen Sauce als Basis. Ihr könnt also tendenziell aus allem was ihr wollt ein Frikassee machen. 
Falls ihr keine Jackfruit im Asiamarkt eures Vertrauens findet, könnt ihr auch Sojastreifen nehmen (die trockenen). Das schmeckt mindestens genau so gut.
Meine Ma war begeistert und meinte, es wäre ihr nicht aufgefallen, dass es kein Hühnchen wäre, wenn sie nicht wüsste, dass ich der einzige außer ihr bin der in der Küche kocht. ;)

Dauer: 30 Minuten
Schwierigkeit: Leicht
Ergibt: 4 Portionen

Zutaten:
-1 Dose grüne (unreife), nichtgesüßte Jackfruit
-300g Spargel
-150g Champignons
-1/2 Zwiebel
-70-100g TK Erbsen
-1EL Kapern (optional)
-1 Karotte (bei mir waren es 3 sehr kleine)
-3EL Mehl
-3EL Rapsöl
-500ml Gemüsebrühe
-1/2 Pck. Sojasahne
-etwas Weißwein (optiona)
-etwas Kerbel und/oder Estragon
-1/2TL Senf
-Salz und Pfeffer
Als Beilage noch Reis nach eurem Ermessen. ;)

Zubereitung:

Als aller erstes müsst ihr die Jackfruit abgiessen. Die Lake in der sie eingelegt ist, ist meistens nicht sonderlich lecker. Also spült die Frucht hinterher gut ab in einem Sieb. Keine Sorge wenn euch dabei schon ein paar Stücke kaputt gehen....

...denn ihr müsst sie eh alle zerfleddern. ;)
Am einfachsten geht's mit den Händen, reisst sie einfach in kleine Mundgerechte Stücke. Versucht dabei nur die faserigen Teile nicht von den etwas festen Teilen zu trennen wenn es möglich ist. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr sie jetzt auch nochmal für eine halbe Stunde in Salzwasser einlegen und anschliessend nochmal abgiessen. Dann verliert sich der Dosengeschmack noch etwas.

 Jetzt geht eigentlich alles ganz fix. Den Reis bringt ihr nach Anleitung zum kochen.

Während der Reis schon kocht werden die Karotten und der Spargel geschält. Den Spargel schneidet ihr in circa 2-3cm lange Stücke und die Karotten in kleine Scheiben oder würfel. Die Zwiebel wird von euch fein gewürfelt und die Champignons zuerst geputzt und anschliessend ebenfalls in Würfel geschnitten.

In einem separaten Topf bringt ihr nun die 500ml Gemüsebrühe zum kochen und blanchiert die Karotten darin. Das heisst ihr gart sie nicht ganz durch, sondern nur circa zur Hälfte, damit sie gleich im Frikassee nicht mehr so lange brauchen.

Wenn die Karotten "durch" sind, schöpft ihr sie einfach ab und behaltet die Brühe. Das selbe macht ihr mit dem Spargel. Auch hier behaltet ihr im Anschluss die Brühe.

In einem größeren Topf wird nun das Öl erhitzt und die 3EL Mehl untergerührt. Lasst das ganze kurz vor sich hinbraten (circa 10-20 Sekunden, das Mehl sollte nicht braun werden). 
Das ganze ist übrigens eine simple Mehlschwitze und eignet sich hervorragend als Grundlage für viele Saucen.

Nun kommt zum Mehl, nach und nach, die schon verwendete Brühe. Gut unterrühren, damit sich keine Klümpchen bei der Mehlschwitze bilden.

Sobald die ganze Brühe drin ist, kommen die Champignons und die Zwiebeln hinein.

Wenn diese einen Moment mit geköchelt haben, kommen die vorgegarten Karotten und der Spargel dazu.

Dazu kommt jetzt noch die Pflanzensahne (es muss nicht unbedingt Soja sein) und optional noch ein kleiner Schluck veganer Weißwein.

Noch eine Handvoll Erbsen, und wenn ihr mögt die Kapern,dazu und dann ist das ganze auch fast schon fertig. :)

Abgeschmeckt wird es jetzt noch mit etwas Pfeffer, dem Senf, Salz und Estragon und/oder Kerbel.
Alles noch einmal aufkochen lassen. Der Reis sollte in der Zwischenzeit auch gar sein.

Damit die Jackfruit ncht total matschig wird, kommt sie jetzt erst ganz zum Schluss dazu, wenn der Herd schon aus ist. So bleibt sie noch schön fest und verliert nicht ihre fleischähnliche Konsistenz.

Jetzt eventuell nochmal kurz abschmecken...

...und zusammen mit dem Reis anrichten.
Guten Appetit. :)